Ansatz

 

„Hier wird Bildung nicht in dicken Büchern transportiert, sondern in Interaktion, in Beteiligung, in Teilhabe und Überzeugungskraft.“

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung


Infografik für die Idee

 

Vielfalt gerecht werden – Demokratie stärken!

Dialog macht Schule setzt sich für eine Demokratie ein, in der alle gesellschaftlichen Gruppen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, die Gesellschaft und Politik mitgestalten können. Diesem Selbstverständnis folgend, wollen wir Schulen dabei unterstützen, den Anforderungen einer immer vielfältiger werdenden Schülerschaft gerecht zu werden. Schüler*innen sollen in ihrer demokratischen Bewusstseinsbildung gefördert werden und sich zu selbstbestimmen Persönlichkeiten entwickeln, die geleitet von ihren Stärken für sich und andere Verantwortung übernehmen.

 

Demokratische Handlungskompetenz stärken – Dialogische Schulkultur fördern!

Dialog macht Schule wurde speziell auf die Bedarfe ethnisch vielfältiger Schulen mit einem hohen Anteil an sozialbenachteiligten Schüler*innen konzipiert. Das Programm bringt die Bereiche Persönlichkeitsentwicklung, politische Bildung und Integrationsarbeit zusammen mit dem Ziel:

  1.  Jugendliche ab der 7. Klasse in ihrer (multikulturellen) Identitätsbildung zu unterstützen und demokratische Handlungskompetenzen zu stärken. Das umfasst die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstwirksamkeit sowie die Entwicklung sozialer Kompetenzen, wie Kommunikations-, Urteils- und Konflikt- bzw. Konsensfähigkeit.
  2. Eine dialogische – und demokratische Schulkultur zu fördern. Durch Projekte, Aktionen und Kampagnen wird die Schule zu einem Raum, in dem demokratisches Denken und Handeln gelernt werden kann. Dialogworkshops, die genau angepasst sind an die Bedarfe der Schulen, helfen, (interkulturelle) Brücken zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen zu bauen.

 

Langfristige Beziehungsarbeit in kleinen Gruppen!

Wir bilden Studierende und junge Akademiker*innen zu Dialogmoderator*innen aus und schicken sie für zwei Jahre an Schulen in schwieriger Lage. Die Dialogmoderator*innen sind Mentor*innen politischer Bildung, die in interkulturellen und interdisziplinären Teams geschützte Vertrauensräume in den Schulen schaffen, in denen die Themen und Interessen der Jugendlichen im Vordergrund stehen.

Der Arbeitsverlauf

Um individuell auf die Interessen der Schüler*innen eingehen zu können, teilen die Dialogmoderator*innen Schulklassen in der Regel ab dem 7. Jahrgang in zwei Dialoggruppen mit max. 15 Schüler*innen auf. Dabei wird jeweils eine Gruppe von gleich zwei Dialogmoderator*innen im Rahmen des Regelunterrichts (Ethik oder Gemeinschaftskunde) begleitet. Vier Dialogmoderator*innen arbeiten also mit einer Klasse.

Durch die intensive zweijährige Begleitung haben die Dialogmoderator*innen genug Zeit, eine Beziehung zu den Schüler*innen aufzubauen, ihre Themen zu erkunden und diese durch langfristige Projekte, die die gesamte Schule einbinden, umzusetzen. Themen wie Identität, Heimat, Zugehörigkeit, Geschlechterrollen, Gerechtigkeit, Rassismus, Grund- und Menschenrechte werden so schrittweise bearbeitet und vertieft und persönliche, soziale und demokratische Kompetenzen aufgebaut.