Häufige Fragen

Häufige Fragen (FAQ)

Was macht Dialog macht Schule eigentlich genau? Gibt es Dialog macht Schule auch in meiner Stadt? Wie werde ich Dialogmoderator*in? Hier findest du eine Zusammenstellung der wichtigsten Fragen.

FAQ PIC

Warum Dialog macht Schule?
Dialog macht Schule ist ein bundesweit angelegtes Mentoringprogramm, das die Förderung von Persönlichkeitsentwicklung, politischer Bildung und Partizipation für Jugendliche und Schulen auf neue Weise zusammenbringt. Wir erreichen sozial benachteiligte Schüler*innen aus meist Einwandererfamilien direkt in Schulen im sozialen Brennpunkt mit dem Ziel, sie in ihrem demokratisches Bewusstsein zu stärken und ihnen Wege zur gesellschaftlichen und politischen Teilhabe aufzuzeigen.
Was macht Dialog macht Schule?
Dialog macht Schule bildet Student/innen aus diversen Fachrichtungen – meist mit eigenem Migrationshintergrund – zu Dialogmoderator*innen aus, die darin geschult werden, die lebensweltlichen Themen der Schüler*innen in einen gesellschaftspolitischen Kontext zu setzen und diese durch Projektarbeit zu vertiefen. Sie begleiten die Schüler*innen ab der 7. Klasse für einen Zeitraum von 2-3 Jahren. Darüber hinaus verbessern sie das Klassenklima durch interkulturelle Dialoge zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen und tragen so zu einer dialogischen Schulkultur bei. Themen, die sie mit den Schüler*innen behandeln reichen von Themen wie Identität, Heimat und Zugehörigkeit bis Gerechtigkeit sowie Geschlechterrollen.
Was will Dialog macht Schule?
Dialog macht Schule will Demokratie in einer immer vielfältiger werdenden Gesellschaft stärken. Dem Selbstverständnis folgend, dass eine Demokratie von der Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen lebt, wollen wir jungen Menschen aus sozial benachteiligten Verhältnissen das Gefühl vermitteln, dazuzugehören, gebraucht zu werden und ihnen das Rüstzeug an die Hand geben, die Gesellschaft von morgen mitzugestalten. Gleichzeitig wollen wir Schulen in sozialen Brennpunkten dabei unterstützen, sich auf eine immer multikultureller werdende Schülerschaft einzustellen, indem wir als fester Bestandteil des Schulalltags interkulturelle Brücken zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen bauen.
Was macht ein*e Dialogmoderator*in?
Als Dialogmoderator*innen arbeiten wir im Tandem wöchentlich direkt an Schulen mit einer Gruppe von ca. 15 Jugendlichen und begleiten die Schüler*innen über einen Zeitraum von zwei Jahren. Gemeinsam mit ihnen spüren wir die Themen auf, die sie beschäftigen und übersetzen sie mit in politische Fragestellungen, Projekte oder Diskussionen. Wir holen die Schüler*innen dort ab, wo sie sind – in ihrem Alltag, bei ihren Themen, Problemen und Interessensgebieten. Über diese Themen sprechen wir, versuchen verschiedene Perspektiven zu ihnen einzunehmen und immer wieder die Brücke zum Politischen zu schlagen.
Seit wann gibt es Dialog macht Schule?
Die Dialog macht Schule gGmbH wurde 2013 von Siamak Ahmadi und Hassan Asfour aus einem Modellprojekt heraus gegründet. Dieses Modellprojekt unter dem Namen „Jugend, Religion, Demokratie: Politische Bildung mit Jugendlichen in der Einwanderungsgesellschaft“ wurde 2009 von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Robert Bosch Stiftung auf den Weg gebracht. Die beiden Gründer wirkten bei der Konzeption der Ausbildung mit und entwickelten das Projekt inhaltlich und methodisch zu seiner heutigen Form weiter.
Wo gibt es Dialog macht Schule?
Dialog macht Schule gibt es bislang an fünf Standorten in Deutschland: Berlin, Hamburg, Hannover, Stuttgart und Wuppertal.
Wie kann ich Dialog macht Schule unterstützen?
Dialog macht Schule finanziert sich unter anderem durch Spenden. Mit einem kleinen Beitrag können Sie unsere Arbeit unterstützen und uns dabei helfen, noch mehr Schüler*innen zu erreichen und die Demokratie in Deutschland zu stärken.
Welche Voraussetzungen gibt es für Dialogmoderator*innen?
Als Dialogmoderator*in bist Du Student/in und hast entweder eine eigene Einwanderungsbiographie und/oder interkulturelle Erfahrungen. Außerdem solltest Du erste Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen und/oder pädagogische Kompetenzen für die Gruppenarbeit mit Schüler*innen gesammelt haben. Dialogmoderator*innen verpflichten sich, eine Gruppe für zwei Jahre zu begleiten. Natürlich sollten Lust und Interesse an politischen und gesellschaftlichen Themen sowie an der Gestaltung experimenteller und prozessorientierter Gruppen- und Projektarbeit nicht fehlen.
Wie läuft die Ausbildung ab?
Die Ausbildung besteht aus zwei Teilen: der Ausbildungs- und der Vertiefungsakademie. Die Ausbildungsakademie findet jedes Jahr kurz vor Schulstart im August statt und dauert eine Woche. Hier bekommen die künftigen Dialogmoderator*innen ihr methodisches Rüstzeug an die Hand. Nach einem Jahr gibt es dann eine Vertiefungsakademie, in der es neuen Input gibt, der die veränderten Bedarfe der Dialogmoderator*innen abdeckt.
Welche innovativen Ansätze nutzt Dialog macht Schule, um Schüler*innen zu erreichen?
Dialog macht Schule arbeitet mit dem dialogisch-partizipativen Ansatz an der Schnittstelle von schulischer und außerschulischer politischer Bildung. Das Programm arbeitet ressourcen- und kompetenzorientiert, indem es sowohl die psychosoziale Ebene der Jugendlichen berücksichtigt (Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit entwickeln) als auch Basiskompetenzen politischer Bildung (Urteils- und, Handlungsfähigkeit sowie methodische Fähigkeiten) über einen längeren Zeitraum einübt und erprobt.
Wirkt das Programm?
Für Dialog macht Schule ist es erfolgsentscheidend, die hohe Qualität des Angebots zu sichern. Die Aktivitäten und Methoden von Dialog macht Schule werden von einem fachlich-wissenschaftlicher Beirat überprüft und wissenschaftlich evaluiert.
Welche Ergebnisse gibt es bereits?
Bisherige interne und externe Evaluationen wie beispielsweise von der Technischen Universität Dresden zeigen folgende Ergebnisse:

  • Dialog macht Schule ist es gelungen, einen Zugang zu Jugendlichen aufzubauen, die von den klassischen Methoden politischer Bildung kaum noch erreicht wurden.
  • Selbstvertrauen und Handlungskompetenzen von Jugendlichen wurden gestärkt.
  • Schüler*innen wurden stärker für gesellschaftspolitische Themen und ihr Umfeld sensibilisiert.
  • Reflexionsräume für einen differenzierten Umgang zu Fragen wie Zugehörigkeit, Identität, Religion und Diskriminierung wurden geschaffen.

Wie viele Schüler*innen werden erreicht?
Dialog macht Schule erreicht an den Standorten Berlin, Hamburg, Hannover und Stuttgart insgesamt 750 Schüler*innen (Stand: März 2015)
Was bietet Dialog macht Schule noch an?
Dialog macht Schule entwickelt Workshops, pädagogische sowie Ausbildungs- und Begleitkonzepte für Multiplikator/innen, um die entwickelten Kompetenzen in der dialogischen sowie politischen Bildungsarbeit auch für Dritte zugänglich zu machen.
Wie kann ich Dialog macht Schule in meine Stadt holen?
Der Verbreitungsansatz von Dialog macht Schule basiert auf dem Social Franchise System. Durch ein standardisiertes, fünfstufiges Gründungsverfahren unterstützt Dialog macht Schule einen in der Regel freien Träger mit dem Aufbau eines Dialog macht Schule. Setzen Sie sich dazu mit der Bundesgeschäftstelle in Verbindung!